WELLBEING DURCH BEWEGUNG

Fitness boomt. Schlank, fit und in körperlicher Bestform zu sein, ist zum gesellschaftlichen Must geworden. Gleichzeitig nimmt die Convenience in allen Lebensbereichen extrem zu. Kaum jemand geht noch zu Fuß zur Arbeit, benutzt Treppen oder bewegt sich freiwillig, wenn es bequemere Alternativen gibt. Ob Essen oder Getränke, Bücher oder Kleidung, der Online-Handel und die Home-Lieferungen explodieren, vom TV-Gerät bis zum Kofferraum des Autos ist alles per Fernbedienung zu steuern, Kinder werden bis vor die Schultüre gefahren, 6 von 10 können nicht mehr schwimmen, von einem Klimmzug ganz zu schweigen. Über 50% er Bevölkerung sind übergewichtig, Herz-Kreislauf-Probleme und Rückenschmerzen sind Normalzustand.


Wie also kann es sein, dass es auf der einen Seite einen nie da gewesenen Trend zur körperlichen High-Performance gibt, auf der anderen Seite der Mensch sich immer weniger bewegt. Ist es nicht geradezu pervers, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren,

8 Stunden auf einem Bürostuhl zu sitzen und ausser der Computer-Maus kaum etwas zu bewegen, die Mittagspause ggf. noch mit Fast-Food zu verbringen, um sich dann

auf dem Laufband des Fitnessstudios oder auf dem Hometrainer wieder in Form zu bringen. Was ist passiert, dass der Mensch seinen natürlichen Rhythmus aus Anspannung und Entspannung vollkommen verloren hat und stattdessen zwischen extremer Bewegungslosigkeit und sportlicher Überforderung pendelt. Warum fördert die Industrie die Convenience auf allen Ebenen, was nicht nur zu Muskelschwund und Übergewicht, sondern auch zu Umweltverschmutzung und Klimawandel beiträgt.

Und warum klafft eine derartige Lücke zwischen dem Wunsch nach Fitness und dem realen Verhalten.

Ist es nicht an der Zeit für uns alle, über den Sinn bzw. Unsinn dieser Entwicklung nachzudenken und sich wieder an die Menschen in früheren Zeiten zu erinnern,

die hauptsächlich von ihrer Hände Arbeit lebten, keine Convenience-Produkte kannten, dafür jedoch auch nicht unter Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen oder Bluthochdruck litten, sondern meist bis ins hohe Alter körperlich aktiv blieben.

Wellbeing ist in erster Linie ein körperlicher Zustand und per Fernbedienung nicht zu erreichen. Was hilft, ist ein gesundes Mass an Anspannung und Entspannung, an Aktivität und Ruhe. Jeder Hund und jede Katze kann hier als Vorbild dienen, sofern man sie selbst machen lässt.





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